Dauer

Die Dauer eines Coachings hängt davon ab, wie sehr Du mitarbeitest, loslassen kannst, das Besprochene umsetzen kannst und letztendlich natürlich, ob Du diesem Weg vertraust.


Es hängt entscheidend davon ab


- dass Du den Wunsch, die Angst loszuwerden, aufgibst


- dass Du aufhörst, zu jammern und Dich selbst zu bemitleiden


- dass Du aufhörst, zu kämpfen, zu flüchten und zu resignieren


und dass Du stattdessen den sehnsüchtigen Wunsch in Dir hast


- erwachsen zu werden


- selbständig zu werden


- die Verantwortung für Dich selbst zu übernehmen


- den inneren Frieden zu finden



Worum geht es?

Hattest Du schon mal einen Hund? Falls Du ihn einmal erzogen hast, dann weißt Du, Du musst der Rudelführer werden, sonst gehorcht Dir Dein Hund nicht. Du bist der Chef, nicht der Hund.

Mit Deinem Verstand ist es ähnlich. Den meisten Menschen tanzt ihr eigener Verstand auf der Nase herum oder sie sind ein Opfer ihres eigenen Verstands geworden. Sie beklagen sich dann: "Ich habe immer nur negative Gedanken" oder "In meinem Kopf spielt sich nur Drama ab" usw. Bei der kleinsten Kleinigkeit geraten sie aus der Fassung.

Was ist eigentlich der Verstand? Richtig gesehen gibt es so etwas wie einen Verstand gar nicht. Es gibt nur Gedanken und das nennen wir dann Verstand. Das bedeutet, wenn Dein Verstand über Dich bestimmt, bist Du ein Opfer Deiner Gedanken geworden. Dann versuchst Du, mit Nachdenken die Gedanken in den Griff zu bekommen. Das funktioniert natürlich nicht, denn es macht keinen Sinn mit Gedanken über Gedanken nachzudenken oder mit Gedanken Gedanken kontrollieren zu wollen.

Wenn Du lernst, was Gedanken sind, wie sie entstehen und dass Du etwas ganz anderes bist als das, was Du von Dir denkst, dann wird es Dir auch gelingen, wieder Herr der Gedanken zu werden.

Wenn man Gedanken nicht mit Gedanken ändern kann, dann muss man sie von woanders aus ändern. Dazu musst Du ein bisschen in Deine Tiefe kommen. Sich über sich selbst bewusst zu werden, bedeutet also auch, zu erkennen, dass man aus weit mehr besteht als aus Körper, Gedanken und Gefühlen.

Am Anfang steht das Stillsein. Sobald Du mit Gedanken die Dinge in Bewegung bringst, scheint alles in Bewegung zu sein und in Dir entsteht der Drang, eingreifen zu wollen, die Bewegung anzuhalten oder bestimmen oder ändern zu wollen. Du folgst den Gedanken, lässt Dich von ihnen wegziehen in die ausgedachte Vergangenheit oder die phantasierte Zukunft. Stillsein bedeutet, der Bewegung nicht mehr zu folgen und langsam ins Hier und Jetzt zu kommen. Das will das Ich nicht, es rennt immer den Gedanken nach. Du bist selten hier, Du bist immer dort, wohin sich die Aufmerksamkeit richtet. Denkst Du über Deinen Nachbarn nach, dann bist Du nicht hier, sondern bei Deinem Nachbarn. Denkst Du über die Vergangenheit nach, dann bist Du nicht hier, sondern in der Vergangenheit. Denkst Du über die Zukunft nach, dann bist Du nicht hier, sondern in einer Phantasie.

Alle spirituellen Lehrer sagen, die Lösung, hier zu sein und in den Augenblick zu kommen, bedeutet, dass Du die Vergangenheit beendest und aufhörst, in die Zukunft zu denken. Wenn Du das schaffen würdest, wäre Deine Angst schon so gut wie vorbei, denn im Jetzt gibt es keine Angst. Die meisten Menschen sind es aber derart gewohnt, immer in die Vergangenheit und Zukunft zu denken, dass sie das gar nicht können. Man muss das üben mit bestimmten "Techniken". Es geht dabei nicht darum, etwas zu machen, sondern das Machen aufzuhören.

Aber auch das Hier-und-Jetzt-Sein ist noch nicht die endgültige Lösung für die Angst. Wem es gelingt, in diesen Moment zu kommen, wird nach und nach realisieren, dass dieser Moment sehr, sehr viel tiefer ist als es auf den ersten Blick erscheint. Dann geht es darum, die Oberfläche loszulassen und in die Tiefe dieses Augenblicks zu kommen.

Wir sind es aber alle gewohnt, uns genau umgekehrt herum zu bewegen, genau in die andere Richtung. Kleine Kinder können das noch, sie haben noch eine Zugang zu ihrer Tiefe. Darum ist ihnen so schnell langweilig und sie meckern und quängeln, wenn sie nichts zu tun haben. Bereits in diesem sehr frühen Kleinkindalter gewöhnen wir uns alle an, in den Kopf zu wandern. Langeweile, Stille, Leere ist uns unerträglich und muss gefüllt werden mit allerlei Tätigkeiten und wenn man grade nichts zu tun hat, dann mit Kopfkino.

Sobald der Mensch anfängt zu denken, baut er geistige Strukturen auf, die zu Mustern werden. In meinen Coachings geht es darum, sie zu erkennen und nach und nach loszulassen, um in die Tiefe zu kommen. In der Tiefe liegt die Wurzel der Angst. Wer sie ausreißt, ist die Angst los, ohne dass sie wiederkommt. Wer nur an der Oberfläche arbeitet, kann zwar die Angst verlieren, aber in der Regel kommt sie irgendwann wieder.